Geschichte,  Theologie

Nazarener, Nazoräer, Nasiräer – war da noch was?

Die literarische Erfindung einer jüdischen Sekte

Seit Solomon Schechters Veröffentlichung einer palästinensischen Überlieferung der Birkat haMinim aus der Kairoer Genisa Ende des 19. Jahrhunderts[1] haben die sog. Nazoräer die Aufmerksamkeit der Gelehrten auf sich gezogen, denn diese Überlieferung enthält nicht nur eine Verleumdung der Minim (d.h., „Ketzer“), sondern verweist auch auf eine Gruppe sog. nosrim, die von einigen Gelehrten mit den Nazoräern identifiziert wurde. Man kann sagen, dass diese wissenschaftliche Aufmerksamkeit in keinem Verhältnis zur historischen Bedeutung dieser jüdisch-christlichen Gruppe steht. Denn trotz dieser Birkat haMinim[2] sind die Belege für die Nazoräer dürftig, was ihren eher exotischen Charakter widerzuspiegeln scheint.

Denn diese Nazoräer werden eigentlich als Gruppe nur von zwei Kirchenschriftstellern als eigenständige judenchristliche Gruppe erwähnt: Epiphanios von Salamis und Hieronymus.

Epiphanios
Epiphanios von Salamis

Epiphanios führt die Nazoräer als Häresie Nr. 29 in seinem Panarion („Hausapotheke“), einem um 374-377 n. Chr. verfassten Katalog von sage und schreibe 80 „Häresien“.

Hieronymus erwähnt die Nazoräer nur beiläufig in einer Reihe von Passagen, die über sein gesamtes exegetisches Werkes verstreut sind, in einigen Kommentaren zu Jesaja, Hesekiel, Jeremias, Matthäus und Bd. 3 seiner De viris illustribus. Darüber hinaus zitiert er aus einem hebräischen Evangelium (oder einem in hebräischen Buchstaben geschriebenen aramäisch/syrischen Evangelium, das er diesen Nazoräern zuschreibt:

 „In evangelio quo utuntur Nazareni et Hebionitae…“ [„Im Evangelium, das die Nazarener und die Hebioniten verwenden …“]

„ . . . iuxta evangelium quod hebraeo sermone conscriptum legunt Nazarei“ [„Aber auch im Evangelium, das den Hebräern zufolge die Nazaräer lesen“]

„In Evangelio iuxta Hebraeos, quod Chaldaico quidem Syroque sermone, sed Hebraicis litteris scriptum est, quo utuntur usque hodie Nazareni…“ [„Im Evangelium, das laut den Hebräern in chaldäischer und syrischer Sprache geschrieben ist, aber mit hebräischen Buchstaben, die die Nazarener noch heute verwenden …“][3]

Zudem herrscht eine gewisse Begriffsverwirrung:

Das aus dem Aramäischen stammende Wort nāṣrayyā bedeutet „Observanten, Rechtgläubige“. Im aramäischen NT ist „nasraya“ das Synonym für das griechische nasarenos oder nasoraios, also Jesus von Nazareth oder Jesus der Nasoräer. Oder, wenn man so will, auch die syrisch-aramäische Bezeichnung für die Anhänger Jesu.

Das hebräische נָזִיר (nāsîr) bezeichnet zunächst einmal jemanden, der sich absondert, im erweiterten Sinne etwa einen Asketen. Es gibt aber auch den Wortsinn „Geweihter“, und so verstanden sich offenbar die Christen in Syrien. Der Kirchenvater Hieronymus bezeichnete eine judenchristliche Gruppierung um Aleppo als „Nazareni“. Einige Autoren halten Nusairier oder „Nassairier“ für Qarmaten (Jean Jacques Rousseau) oder Johannisjünger[4] (Carsten Niebuhr). In der Bezeichnung für Jesus als Nazōraios klingt noch die hebräische Wurzel nēṣer (= Sproß) an, gemäß Jes. 11,1.

Doch auch die sog. Mandäer, die mit der persischen Eroberung im mesopotamischen Gebiet der Zanĝ entstanden, die sich auf Johannes den Täufer zurückführen und denen Jesus als falscher Prophet galt[5], wurden gelegentlich als Nazoräer bezeichnet (von aramäisch „nazar“ (= bewahren, be(ob-)achten, bewachen) – womit wir wieder bei den »Wächtern« sind!) Wie viele andere solcher Gruppierungen widersetzten sie sich einer Eingliederung in die byzantinische Reichskirche. Aus heutiger Sicht lässt es sich kaum mehr klären, ob es sich tatsächlich um gleiche urchristliche Richtungen handelt oder Verwechslungen vorliegen, die unterschiedlichen Transkriptionen geschuldet sind.

Albrecht Dürer: Der hl. Hieronymus im Gehäus

So schrieb der Kirchenvater Hieronymus über eine christliche Sekte, die griechisch Ophiten oder auch Ophianer genannt wurde (von altgriechisch ὄφιςóphis = Schlange) oder hebräisch Naasseni (von hebräisch נחש (naħaš), im heutigen Hebräisch nachasch = Schlange). Der Wortstamm hat ebenso wenig etwas mit „nasar“ oder „nēṣer“ zu tun wie die „Nusairier“. Denn diese im 9. Jh. im Irak entstandene schiitische Sekte, die man heute als Alawiten kennt, eine reine Männerreligion, zu der Frauen keinen Zutritt haben (nicht zu verwechseln mit den Aleviten), hat sich wohl ursprünglich nach ihrem Gründer benannt. Diese Bezeichnung „Nusairier/Nusairis“ geht zurück auf einen Muhammad ibn Nusair, einem Gefährten des elften Imam Hasan al-Askari. Diesem Ibn Nusair wird nachgesagt, dass er dem Imam Göttlichkeit zugesprochen hätte, von ihm als Prophet erkoren wurde und auch sein „Tor“ (arab. bab) sei: die Gläubigen würden nur durch ihn zum Imam gelangen.[6]

Die Unterscheidung Nasoräer und Nazarener wird genau genommen nicht aus dem Hebräischen oder Aramäischen, sondern aus dem Griechischen abgeleitet. Letztlich ist es wohl eher eine Entscheidung auf Basis einer theoretischen Annahme, aber keine etymologische oder historisch zwingende „Erkenntnis“. Im Englischen findet man z.B. überhaupt keine strikte Differenzierung von „nazorean“ und „nazarene“, da die Bezeichnung weitgehend synonym verwendet werden. Oder anders gesagt: man kann aus der Verwendung des Epithets „nazorean“ im Englischen nicht folgern, dass damit keine geografische Verortung im Sinne von „from Nazareth“ gemeint ist. Daher ist es nicht auszuschließen, dass es sich gerade wegen der Festlegung auf das griechische nazoraios letztlich doch nur um rein geographische Bezeichnung gehandelt haben mag.

In einer wenig beachteten Studie hat Alfred Schmidtke 1911[7] nachgewiesen, dass sowohl Epiphanios als auch Hieronymus ihr Wissen über die Nazoräer anscheinend aus derselben Quelle schöpften. Ob es nun de facto überhaupt kein „hebräisches“ Evangelium oder eines oder gar mehrere waren  – aller Wahrscheinlichkeit nach  bezogen sich beiden Autoren auf heute verlorene Kommentare zu Jesaja, zum Epheserbrief und zu Matthäus des Bischofs Apollinaris von Laodicaea. Also alles stammte bestenfalls aus zweiter Hand!

Die meisten, wenn nicht sämtliche anderen patristischen und mittelalterlichen Autoren scheinen ihre Kenntnis von Epiphanios und Hieronymus bezogen zu haben. Daher resümmierte Schmidtke:

„Für die Beurteilung der nazaräischen Gemeinde steht außer den NE-Varianten [den Lesarten des Evangeliums der Nazoräer] kein weiteres Material zu Gebote als die haltbaren Angaben bei Epiphanios und die exegetischen Proben bei Hieronymus, was beides durch Apollinaris bekannt gegeben war. Denn Hieronymus bietet, wo er sonst über Epiphanios bzw. dessen Quelle hinausgeht, nachweislich nur nichtige Fabeleien.[8]

Der amerikanische Bibelforscher Ray A. Pritz argumentiert, dass zumindest die Auszüge aus dem nazoräischen Jesajakommentar bei Hieronymus aus erster Hand stammen würden.[9] Die neuere Forschung geht aber nicht mehr davon aus, „dass die von ihm angeführten Beweise schlüssig sind.“[10] Irgendwelche darüber hinaus gehende historisch-archäologische Beweise für die Existenz einer solchen Sekte konnten bisher nicht gefunden werden.

Epiphanios unterscheidet die Nasoräer (Ναζωραίοι) einerseits von den Nasiräern (Ναζιραΐοι; Pan. 29.5.7). Zum einen meint er die Gemeinschaft der Israeliten, die speziell dem Dienst Gottes geweiht sind (Hebräisch מרים ;נזירים ), zum anderen eine jüdischen Sekte, die sich ihm zufolge Nasaräer (Νασαραΐοι; Pan. 29.6.1) nennt. Letztere haben nach der Beschreibung von Epiphanios in Pan. 18 das mosaische Gesetz vom Pentateuch unterschieden, Opfer abgelehnt und vegetarisch gelebt. Das ist die Gruppe, die Hieronymus entweder Nazareni oder Nasar(a)ei nennt, aber auch andere Schreibweisen wie Nasorei oder sogar Nasarini sind in den Manuskripten der Werke dieses Kirchenvaters bezeugt.

Erstere sind wahrscheinlich auch von Hieronymus gemeint. In einer rätselhaften Passage in Comm. Isa. 4.13. Zu Jes 11,1b ונצר משרשיו („Doch aus dem Baumstumpf Isais wächst ein Reis hervor“) bemerkt er, dass die Nasarei immer mit dem Buchstaben zain geschrieben wurden und von der Septuaginta mit „geheiligt“ und von Symmachus mit „abgesondert“ übersetzt wurden. Hier scheint Hieronymus allerdings נוצרי (von נצר) und נזיר (von נזר = weihen) zu verwechseln. Einige Autoren gehen bei der Besprechung dieser Stelle wohlweislich erst gar nicht auf die von Hieronymus vorgeschlagene Etymologie ein, da sie im direkten Widerspruch zu der des Epiphanios steht.[11] An einer Stelle behauptet Hieronymus sogar, die Bibliothek von Caesarea habe ein Exemplar des aramäischen Evangeliums (so eine Art Ur-Matthäus) besessen, er habe es kopiert und mithilfe seines jüdischen Famulus (er selbst konnte ja praktisch kein Hebräisch oder Aramäisch) ins Griechische und Lateinische übersetzt. Während Epiphanios eher nach dem Motto „Nichts genaues weiß man nicht“ verfuhr, erklärte Hieronymus in einem Brief, „dass sie [die Nasorei] an Christus glauben, den von der Jungfrau Maria geborenen Sohn Gottes, und sie sagen von ihm, dass er unter Pontius Pilatus gelitten hat und auferstanden ist“ (Epist. 112.13).

Aus den Texten der gedruckten Ausgaben lassen sich daher keine eindeutigen Schlussfolgerungen ziehen. Ein Blick in das Stichwortverzeichnis der Hieronymus-Neuausgabe von Roger Gryson et al.[12] zeigt die Variabilität der bezeugten Lesarten allein in  Hieronymus-Manuskripten:

Nazarenorum, Nazerenorum, Nazarei, Nazoraei, Nazareni, Nazoreni, Nazarei, Nazaraei, Nazarei, Nazoraei, Nazarei (zweimal), Nazor(a)ei (zweimal), Nazarei, Nazor(a)ei, Nazareni, Nazarei, Nazor(a)ei, Nazorai, Nazei, Nazarei, Nazorei; Nazaraei; Nazareth/Nazoreth, Nazarenorum, Nazorenorum, Nazarinorum, Nazarenorum, Nazorenorum, Nazareni, Nazarei, Nazaraeis, Nazaraei.

Die Vulgata kennt eigentlich nur Nazarenus/ Nazare, aber trotzdem existieren Manuskripte mit anderen Lesarten wie nazarei oder nazorei (Apg 26,9)

Und bei Tertullian heißt es: „Nazaraeus uocari habebat secundum prophetiam Christus creatoris. Vnde et ipso nomine nos Iudaei Nazarenos appellant per eum“ [Er musste gemäß der Prophezeiung von Christus, dem Schöpfer, ein Nazarener genannt werden. daher bezeichnen uns die Juden auch als Nazarener.] (Adversus Marcionem IV)

Im griechischen Neuen Testament wird manchmal der Begriff Ναζωραίος anstelle von Ναζαρηνός verwendet. Markus bietet ausschließlich die Form Ναζαρηνός (1:24; 10:47; 14:67; 16:6). Matthäus und Johannes verwenden durchweg nur die Form Ναζωραίος (Mt 2,23; 26,71; Joh 18,5.7; 19,19). In der Apostelgeschichte werden jedoch beide Begriffe verwendet; wenn der Autor seiner Quelle folgt, verwendet er Ναζαρηνός (Lk 4,34 [vgl. Mk 1,24]; 24,19), während sein redaktioneller Sprachgebrauch an der Wahl der Form Ναζωραίος zu erkennen ist (Lk 18,37; Apg 2,22; 3,6; 4,10; 6,14; 22,8; 24,5; 26,9). 23 Auf den Begriff Ναζαρηνός, der immer auf Jesus, aber nie auf seine Jünger angewandt wird, muss hier nicht näher eingegangen werden. Er leitet sich wahrscheinlich von der Stadt Nazareth ab (daher „Jesus von Nazareth“).24 Was Ναζωραίος betrifft, so sind die wichtigsten Passagen Mt 2,23 und Apg 24,5. In Mt 2,23 heißt es von Josef: „Er ging hin und wohnte in einer Stadt, die Nazareth heißt, damit sich erfülle, was durch die Propheten gesagt ist: ‚Er soll ein Nazoräer genannt werden‘ (Ναζωραίος).“

Also fassen wir mal zusammen! Wenn man die spärlichen Informationen zusammenträgt, dann finden sich folgende Charakterisierungen bei den Kirchenvätern:

Die Nazoräer oder Nasiräer lehnten nicht nur die von den Pharisäern geschätzten mündlichen Überlieferungen ab, sondern sie hatten auch eine sehr klare Vorstellung von der Heilsgeschichte. Diese gliedert sich in drei Etappen: die Verkündigung Christi in Galiläa, die Verkündigung des Paulus in den Mittelmeerländern und die Ausbreitung des Evangeliums über die ganze Welt.

Heidenchristen betrachteten sie nicht als minderwertig und können folglich von ihnen nicht die Erfüllung der mosaischen Satzungen als Bedingung für den Beitritt zum Christentum verlangt haben.

Die Nazoräer waren demnach Judenchristen in der klassischen Definition des Begriffs: Sie waren geborene Juden, die das Gesetz aus Tradition hielten, aber an Christus glaubten. Außerdem verlangten sie von den Heiden nicht, dass sie ihrem Beispiel folgen.

Folglich betrachteten sie das Gesetz nicht als notwendig für die Erlösung und lehnen sich an Paulus‘ Lehre an: Nicht die Einhaltung des Gesetzes, sondern die Barmherzigkeit Gottes rettet die Menschen.

Im Grunde tritt hier eine Mischung aus verschiedenen Gruppen zutage: Mit den Pharisäern teilten sie den Glauben an die Auferstehung. Mit den Sadduzäern waren sie kritisch gegenüber der mündlichen Auslegung des Gesetzes. Und mit den Christen teilten sie den Glauben an Christus, ein Glaube, der die Einhaltung des Gesetzes zwar nicht überflüssig machte, aber es aber erheblich relativierte. Daher lag Epiphanios‘ mit seiner Einschätzung wohl ganz richtig: Sie unterscheiden sich von den Juden und von den Christen nur in folgendem Punkt. Sie stimmen nicht mit den Juden überein, weil sie zum Glauben an Christus gekommen sind; sie stimmen nicht mit den Christen überein, weil sie noch an das Gesetz gebunden sind – Beschneidung, Sabbat und die Ruhe. (Epiphanios, Pan. 29.7.5).

Schmidtke geht in seiner Spekulation sogar noch weiter: „Demnach sind die Nazoräer nicht anders zu bestimmen denn als der späterhin abgesonderte judenchristliche Teil der ursprünglich gleich der Gemeinde von Antiochien (Gal. 2) aus geborenen Juden und Heiden gemischten Gemeinde von Beröa. Diese Christen jüdischen Volkes waren durch die Verhältnisse dazu gedrängt worden, sich zu einem eigenen Verein zusammenzutun, in dem sie ungestörter die alte nationale Sitte pflegen konnten.“ [13]

Nur, belegen kann er das nicht!

Doch Skepsis ist angebracht, denn je nachdem, wer gerade unter dem Namen Epiphanios geschrieben hat, fallen die Urteile über diese Judenchristengruppe(n) anders aus.

Einerseits werden drei aufeinanderfolgende Phasen der Entwicklung der Gruppe unterschieden:

(1) Zunächst wurden alle Christen Nazoräer genannt (Epiphanios, Pan. 29.1.2-3).

(2) In einer zweiten Phase, nämlich „nach der Himmelfahrt des Erlösers und nachdem Markus im Land Ägypten gepredigt hatte“ (Epiphanios, Pan. 29.5.4), wurden die Christen Jessäer (oder Jesuaner) genannt. Er identifiziert diese Gruppe mit den von Philo beschriebenen Essenern. Ein Teil soll sich aber abgespalten haben und den Namen Nazoräer beibehalten haben. (Epiphanios, Pan. 29.5.4; vgl. auch 29.7.1)

(3) Schließlich begannen die „Jünger in Antiochia, sich Christen zu nennen“ (29.1.3; vgl. Apg 11,26).

Andererseits gibt es bei Epiphanios aber auch eine andere, konkurrierende Erklärung. Er behauptet, die „Sekte“ der Nazoräer habe ihren Namen von der Herkunft Jesu aus Nazareth (vgl. Apg 2,22). Sie „nahmen diesen Namen an, so dass sie sich Nazoräer“ (Epiphanios, Pan. 29.5.6; auch 29.7.1). Das klingt, als sei der Name eine Selbstbezeichnung einer bestimmten Gruppe von Judenchristen.

Und dann darf natürlich nicht fehlen, dass die Juden diese Judenchristen verfluchen:

In einem Zusatz zu seiner Notiz über die Nazoräer in Pan 29.9.2 berichtet Epiphanios, dass die Juden dreimal am Tag aufstehen, wenn sie in den Synagogen ihre Gebete sprechen, und sie ihre Gebete in den Synagogen sprechen und sie verfluchen und verteufeln. Dreimal am Tag sagen sie: „Gott verfluche die Nazoräer.“ (έπικαταράσαι ό θεό του Ναζωραίου )

Ins selbe Horn stößt auch Hieronymus. Im Jahr 404 n. Chr. schreibt er in einem Brief:

Bis zum heutigen Tag ist in allen Synagogen des Ostens unter den Juden eine Ketzerei zu finden; sie wird ‚von den Minäern‘ genannt und von den Pharisäern bis heute verflucht. Gewöhnlich werden sie Nazoräer genannt“ (Epist. 112.13) Aber auch dieser Kirchenvater leidet anscheinend unter Gedächtnisschwund, denn an anderen Stellen dehnt er dieses Verdikt auf die ganze Christenheit aus:

„. . bis heute lästern sie in ihren Synagogen das christliche Volk unter dem Namen der Nazoräer…

„… bis heute verharren sie in ihren Lästerungen und verfluchen dreimal am Tag in allen Synagogen den christlichen Namen unter dem Namen Nazoräer.“

„… denn sie verfluchen ihn [Christus] in ihren Synagogen dreimal am Tag unter dem Namen der Nazoräer.“ [14]

Verlässliche Zeugen scheinen mir diese Kirchenväter nicht zu sein. Denn die dürre und auch oft widersprüchliche Quellenlage ließ eine eindeutige Bestimmung dieser Sekte der Nazoräer einfach nicht zu. Bis man im Frühjahr 1947 auf Handschriftenfunde stieß, die eine neues Licht auf die ganze Sache zu werfen schienen – obwohl es anfangs gar nicht danach aussah.

Die Höhlen bei Qumran

An einem Frühlingstag des Jahres 1947l kletterte Muhammed edh-Dhib vom Stamm der Ta’amira-Beduinen einen Steilhang an der Westküste des Toten Meeres herunter, um – so hat er es später zumindest erzählt – eine entlaufene Ziege mit Steinwürfen aufzuschrecken. Aber vielleicht suchte er bloß nach einem passenden Versteck für Schmuggelware, die die Beduinen in jenen Tagen von Jordanien nach Palästina brachten? Auf jeden Fall brachte er einen Stein ins Rollen, der bis heute weltweit die Forschung beschäftigt.

Etwa 1,5 km nördlich von der uralten Ruine Qumran hatte er anscheinend eine besonders kleine Höhlenöffnung entdeckt. Als er einen Stein hineinwarf, hörte er, wie Ton zersprang. Und nachdem er sich druch den Eingang gezwängt hatte, fand er 50 Tonkrüge, alle etwas über ein halben Meter hoch und sorgfältig an der Wand aufgereiht. Nur leider keinen verborgenen Schatz! In den Tonkrügen waren bloß ein paar völlig verklebte und angeschwärzte Lederrollen, sonst nichts. Da auch seine Stammesbrüder mit den Schriftzeichen auf den alten Rollen nichts anzufangen wussten, ahnten sie nicht, dass diese Rollen wertvoller als Gold und Silber waren. Nach vergeblichen Versuchen bei einigen Händlern verkauften die Beduinen ihren Fund an den Metropoliten Mar Athanasius Yeschue Samuel von der syrisch-orthodoxen Gemeinde – für 50 Pfund (nach heutigem Wert ungefähr 253 €). Nur ein paar Jahre danach bezahlte der Staat Israel dem Bischof 250.000 $ für seine Rollen! Nicht, dass der gerissene Erzbischof genau gewusst hätte, was er da eigentlich angekauft hatte. Aber zumindest war ihm sofort klar, dass die Rollen hebräische Schriftzeichen enthielten. Bis er durch einen Mitbruder im Februar 1948 den jungen amerikanischen Gelehrten John C. Trever traf, der völlig aus dem Häuschen geriet, als ihm dämmerte, was er da in Händen hielt.

Schriftrolle Jesaja

Die längste der Schriftrollen entpuppte sich als eine Abschrift des Prophetenbuches Jesaja. Aus der Form der Buchstaben konnte man schließen, dass die Rolle aus dem 1. oder 2. Jahrhundert v.Chr. stammen musste. Damit lag die älteste komplette Abschrift eines Bibelbuches auf Hebräisch vor. Auch 1991 und 1994 durchgeführte Radiokarbon-Datierungen bestätigten das Alter.

Der britische Semitist John Allegro, der die Ausgrabungen in Höhle IV leitete und den Nahum-Pescher übersetzte (auch wenn er sich da mit dem genialen Entzifferer Pater Józef Milik nicht so ganz einig war), verlor über seine Forschungen seinen Glauben, sodass sowohl der Direktor der École biblique et archéologique française de Jérusalem, der Dominikaner Roland de Vaux, als auch der polnische Bibelwissenschaftler Milik sich von ihm abwandten, als er 1967 mit far-fetched theories wie den „sacred mushrooms“ essenden Qumranern ein wenig abdriftete.

„What?“, the reporter inquires. „The Prophets on LSD?“ – „’Yes indeed‘, says Allegro, ‚or something very like that. They had visions. They went on a trip.’”[15]
(Eigentlich schade, hatten doch Allegro und Milik dieselbe Vorliebe für P. G. Wodehouse.)

Doch bis es zum Bruch kam, verging noch eine gewisse Zeit, in der zunächst über Allegros Skandalbuch Die Botschaft vom Toten Meer diskutiert wurde, in dem er eine Theorie unterbreitete, die er mit dem Ausgrabungsleiter de Vaux durchaus teilte. Mit Bezügen auf die bei Plinius, Josephus und Philo von Alexandria erwähnten Essener entwickelte er hier erstmals die Geschichte von der Qumran-Sekte und ihrem „Lehrer der Gerechtigkeit“. Die in Qumran gefundenen Schriftrollen bzw. Die Abertausende von Schipseln einstiger Rollen wurden dieser „Bewegung der Essener“ zugeordnet, als deren Mitglied Allegro auch Johannes den Täufer identifizierte. Ja, er stellt in seinem Buch sogar die Hypothese auf, „daß Johannes als Knabe von der Qumran-Sekte adoptiert worden sei“. (S. 147) Dass „die Qumran-Bibliothek“ das Johannes-Evangelium stark beeinflusst habe. (S. 111) Und auch, dass Jesus vom Leben und Gedankengut diese Qumran-Sekte zumindest stark beeinflusst gewesen sei, ohne dass er ihn allerdings deshalb gleich zum Essener erklärte. Aber sein Handeln und seine Charakterisierung in den Evangelien sei, recht verstanden, die Lebenswelt der Qumran-Sekte. Jedenfalls hätten beide, die Essener und Jesus, mit dem Auferstehungs-Narrativ bei Paulus – für Griechen sehr eingängig – absolut nichts anzufangen gewusst, wäre es ihnen bekannt gewesen – meint Allegro!

Allegro verdanken wir u.a. den Hinweis, dass das griechische Wort Τέκτων, das bei Matthäus für Joseph und bei Markus für Jesus selbst verwandt wird und auf Deutsch gewöhnlich mit „Zimmermann“ übersetzt wird, auf Hebräisch חרש heißt. Masoretisch kann man das je nach Vokalisation sowohl als Harasch (Handwerker) wie als Heresch (Magier) lesen.

In der Folgezeit wurden in etlichen populärwissenschaftlichen bis esoterischen Publikationen die Essener mit den Nazoräern verknüpft, sodass der Nazoräer Jesus, seine Lehre und seine Anhänger immer weiter in diesen Dunstkreis gerieten. Aber auch ausgewiesene Wissenschaftler wie der Amerikaner Robert Eisenman mochten sih Spekulationen nicht verschließen: Das Urchristentum sei eine Bewegung von »Zeloten«, also von nationalistischen

Juden des  1. .Jh. n. Chr., die zu gewaltsamem politischem Umsturz und zu vorbereitenden Gewaltaktionen bereit sind, um die Römer aus Palästina zu vertreiben. Der Herrenbruder Jakobus (vielleicht sogar Jesus selbst) sei der in den Qumranschriften er­wähnte »Lehrer der Gerechtigkeit«. Die Gemeinde von Qumran wiederum sei identisch mit der christlichen Urgemeinde „und Paulus ein V-Mann der Römer“[16]. Das Urchristentum war demnach voll von Spannungen und Konflikten zwi­schen Paulus und Jakobus. Und Jesu Bruder Jakobus war keineswegs nur dem jüdischen Gesetz ergeben, sondern extrem militant, gewaltbe­reit und fremdenfeindlich. Paulus aber wird bei Eisenman als Zerstörer des Judentums und Feind des Gesetzes gezeichnet. Michael Baigent und Richard Leigh haben dies in ihrem Buch Verschlusssache Jesus[17] begierig aufgegriffen und damit wiederum Dan Brown inspiriert.

Ich glaube, es ist an der Zeit, sich von solchen Deutungen des Rebells Jesus ebenso zu verabschieden wie von romantischen Vorstellungen der Veggie-Gemeinde in Qumran, als „Essener“ die geheimen Ohrflüsterer für Jesus oder auch seine „nazoräische“ Fangemeinde, die in die Fünftausende ging und dennoch in der Historiographie keinen Niederschlag fand. Bereits 1969 musste Edmund Wilson sein Mitte der 50er Jahre erstmals erschienen Buch über die Qumran-Rollen[18] vollständig überarbeiten bzw. erheblich erweitern (meine Ausgabe aus dem Winkler-Verlag von 1956 hatte gerade mal 129 großzügig bedruckte Seiten, die kleiner gedruckte Neuausgabe dagegen über 300), weil sich zeigte, dass die erste Generation der Forscher ein Zerrbild gezeichnet und mehr in die Funde hineingelesen hatte, als sie tatsächlich hergaben. Denn es zeichnete sich ab Mitte der 1960er Jahre schon ab, dass die Höhlen ganz unterschiedliche Textschnipsel in mehreren Sprachen (Altgriechisch, Aramäisch und Hebräisch) beherbergten, die unmöglich bloß die Glaubensvorstelllungen einer kleinen Gruppe von Qumran-“Essenern“ repräsentierten, was zuvor überbewertet worden war.[19]

Der Theologe Klaus Berger hat noch in anderer Hinsicht ein wenig Licht in die Sache gebracht, indem er die Transkriptionseigenheiten des Griechischen, die auch in der LXX zum Ausdruck kommen, heranzieht, um die Lautverschiebung des hebräischen Jod zum griechischen Omega zu erklären. Das ist deswegen nicht unwichtig, weil das Griechische den Ausdruck nicht kennt und deshalb nur phonetisch übernimmt. „Die LXX kennt das Wort ναζιραΐος an nur vier Stellen (Jdc A 13,5-7; 16,17; Thren 4,7) und betrachtet es offensichtlich als unübersetzbares, aber erklärungsbedürftiges Lehnwort.“ [20] Eine gräzisierende Transkription, die der regelmäßigen griechischen Adjektivendung -ωραίος entspricht, ist auch für andere Fälle belegt. Das Ganze wird dadurch allerdings nicht besser. „Denn ein entsprechendes Wort ist im Hebräischen oder Aramäischen nicht belegt und auch nicht daraus herzuleiten.

Deutlich wird dies an einer der rätselhaftesten Stellen des AT, in den Klageliedern 4,7:

Εκαθαριώθησαν ναζιραῖοι αὐτῆς ὑπὲρ χιόνα, ἔλαμψαν ὑπὲρ γάλα, ἐπυρρώθησαν ὑπὲρ λίθους σαπφείρου τὸ ἀπόσπασμα αὐτῶν [Sie reinigten die Nasiräer davon mit Geißblatt, sie löschten es mit Milch, sie heilten es mit Saphirsteinen, dem Bruchstück davon.]

Berger übersetzt anders: „Es wurden rein gemacht ihre Nasiräer heller als Schnee“ (a.a.O., S. 329)

„Schon die Evangelisten hatten ihre Schwierigkeiten damit; daher legen sie ihren Lesern nahe, das Wort Nasorier wie das Wort Nazarener mit Nazareth zu verbinden.“ (Berger, a.a.O., S 323) So etwa bei Mk 1,9 und 1,24, wodurch das Problem jedoch abermals nur verlagert wird, da auch ein Ort Nazareth weder im AT noch im älteren Judentum belegt.

„Die Herleitung von נצר ‚Wurzel/Sproß‘ (Jes. 11:1) krankt daran, daß das Wort für sich genommen eine Rätselmetapher bliebe. ‚Wurzel/ SproB‘ war nie Name des Messias. Die Herleitung vom mandäischen Wort nasuraia („Observant einer Religion”) muß erst eine hebräische Wurzel postulieren, ohne dann doch die Vokalisation aus dem Hebräischen oder Aramäischen erklären zu können.“[21]

Eher beiläufig aber bringt Berger selbst einen entscheidenden Hinweis: das sog. Nasiräat. Ja, das gab es tatsächlich![22] Ursprünglich gemäß Hebräischem Recht ein altes Weiheamt für Laienpriester/innen im Judentum. Seine Rituale gehen zurück auf den Pentateuch, genauer Numeri, also das 4. Buch Mose, wo sie detailliert beschrieben werden. Hier werden die Nasiräer-Gelübde festgelegt.

Ein solches zeitlich befristetes Gelübde konnten Männer oder Frauen ablegen, die vorübergehend auf den Genuss von berauschenden Getränken, Trauben, Rosinen und Fleisch verzichten wollten. Außer dieser Enthaltsamkeit beim Essen und Trinken durften diese Laienpriester oder „Nasiräer“ ihr Haupthaar nicht mehr schneiden, sich nicht rasieren und durften keine Toten berühren. Also eine Art Asketentum auf Zeit.

Rückfällige bekamen sogar eine zweite Chance. Falls es doch passierte, dass die Geweihten während ihres „Nasiräats“ unrein geworden waren, konnten sie mit Hilfe eines Reinigungsrituals innerhalb von sieben Tagen wieder rein werden. Sie gaben dazu Sünd- und Brandopfer an den Priester eines Offenbarungszeltes (= eine Art religionsrechtlich anerkanntes Reisepriestertum). Nach Durchführung eines festgelegten Reinigungsrituals erklärte der Priester die „Nasiräer“ wieder für gereinigt. Dann begann die Zeit des „Nasiräats“ als zweiter Versuch wieder von vorn.

Am Ende der Zeit als Asket oder Asketin waren zahlreiche Opfergaben zu leisten: zwei Lämmer, ein Widder, ein Korb mit ungesäuerten Kuchen und Broten sowie weitere Speise- und Trankopfer. Der Priester bereitete diese Opfergaben zu, der Nasiräer schnitt am Eingang zum Offenbarungszelt sein geweihtes Haupthaar ab und verbrannte es im Feuer unter dem Heilsopfer (= Widder). Die asketische Zeit wurde so rituell beendet und der/die Geweihte durfte nun wieder Wein trinken.

Anscheinend war dieses „Nasiräat“ eine sehr alte, nomadische Form der semitischen, asketischen Glaubensbewegung für junge, motivierte Laienpriester beiderlei Geschlechts. Im Lukas-Evangelium wird das „Nasiräat“ für Johannes den Täufer ab seiner Geburt vorhergesagt (Lukas 1,15). Lukas zeichnet Johannes mit den gleichen asketischen Eigenschaften wie Simson aus. Die Heuschrecken, von denen er sich ernährte, galten nicht als Fleisch. Wie Simson schneidet auch er sich nicht die Haare. Wie übrigens auch der Herrenbruder Jakobus, der ebenfalls als Nasiräer kein Fleisch und keinen Alkohol zu sich nahm. Auch Paulus von Tarsus hatte vor seiner Verhaftung das „Nasiräat“ abgeleistet (Apgesch 21, 18-27).  So erlangten damals vielleicht die ersten Judenchristenführer ihre Priesterweihe – rituell abgeleitet vom untergehenden judäischen Priesterkönigtum. Zumindest wird es im Chassidismus ähnlich überliefert.

Und so ist es auch bei den Nasaraioi des Epiphanios: Sie fasteten, widersetzen sich dem Fleischgenuss und deshalb auch blutigen Opfern. Anscheinend hat es im Umkreis des Frühjudentums und des frühen Christentums eine Reihe von Gruppen gegeben, die sich Nasiräer oder ähnlich nannten.

So lösen sich allmählich auch moderne Legenden auf. Der christliche Glaube lässt sich auch ohne „Nazoräer-Sekte“ leben. Das Neue Testament in der heutigen Form ist nun einmal eine durchkomponierte hochkomplexe Mischung von Dichtung und Wahrheit, und zu einem guten Teil stark redaktionell bearbeitete literarische Fiktion.

Winzige Bruchstücke der Qumran-Rollen

Seit dem Erstarken der DNA-Analysen tritt die Qumran-Forschung in eine neue Phase, die beileibe noch nicht abgeschlossen ist. Denn statt in einer schier unglaublich quälenden Prozedur mit geradezu detektivischem Spürsinn kleinste Schnipsel von Pergamenten zusammenzufügen, lassen sich heute die Partikel den ursprünglichen Häuten (wie man jetzt feststellte: nicht nur Ziegen-, sondern auch Kuhleder) präzise zuordnen, sodass man sich von einigen Puzzeln gerade wieder verabschieden muss, da sie offenbar unterschiedlichen Pergamenten entstammen; obwohl sich herausgestellt hat, dass tatsächlich vieles aus der Gegend ums Tote Meer stammt und sogar in einigen Fällen die Tinte mit Wasser aus demselben angerührt worden war.

Die Karten werden also gerade mal wieder neu gemischt.

 

Anmerkungen

[1] Solomon Schechter: Genizah Specimens. Jewish Quarterly Review 10 (1898), S. 197-206, S. 654-59

[2] s. https://en.wikipedia.org/wiki/Birkat_haMinim

[3] Weitere Zitate und Nachweise bei Wolfram Kinzig: The Nazoreans. In: Oskar Skarsaune, Reidar Hvalvik (Hg.): Jewish Believers in Jesus. 2007, S. 463-487

[4] Carsten Niebuhr’s Reisen durch Syrien und Palästina, nach Cypern, und durch Kleinasien und die Türkey nach Deutschland und Dännemark (Bd. 3)

[5] Vgl. Pierer: Universallexikon, Artikel Johannesjünger

[6] Nachzulesen hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/alawiten_aleviten

[7] Schmidtke: Neue Fragmente und Untersuchungen zu den judenchristlichen Evangelien. Ein Beitrag zur Literatur und Geschichte der Judenchristen, Leipzig 1911

[8] Schmidtke, a.a.O., S. 123f

[9] Ray A. Pritz: Nazarene Jewish Christianity. From the End of the New Testament Period Until Its Disappearance in the Fourth Century. 1992, S. 60-62; ähnlich A. F. J. Klijn: Jerome’s Quotations from a Nazoraean Interpretation of Isaiah. In: RSR 60 (1972), S. 241-55

[10] Kinzig: The Nazoreans, S. 466

[11] so z.B. Pritz, a.a.O, S. 54 und Klijn

[12] Roger Gryson et al.: Commentaires de Jerome sur le prophete Isa’ie (5 Bde, Freiburg 1993-1999)

[13] Schmidtke, a.a.O., S. 124f

[14] zit. nach Kinzig, a.a.O., eigene Übersetzung

[15] Interview mit John Allegro in der Daily Mail, 13.Okt. 1967; zit. nach Edmund Wilson: The Dead Sea Scrolls 1947-1967, Glasgow 1977, S.165

[16] Klaus Berger: Qumran und Jesus. Wahrheit unter Verschluss. Stuttgart 1993, S. 21

[17] Michael Baigent, Richard Leigh: Verschlusssache Jesus. Die Qumranrollen und die Wahrheit über das frühe Christentum. 1991

[18] Edmund Wilson: Die Schriftrollen vom Toten Meer. München 1956

[19] s. Wilson, The Dead Sea Scrolls, a.a.O., Kap. VII und XI

[20] Berger, Jesus als Nasoräer/Nasiräer. In: Novum Testamentum, Bd. 38, 4 (Okt 1996), S. 323-335, Zitat auf S. 324

[21] Berger, a.a.O., S. 324

[22] Berger, a.a.O. S. 326ff; siehe dazu im Detail: https://de.jurispedia.org/index.php?title=Nasir%C3%A4at

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