Miscellanea

Wühlstapel sind unwiderstehlich

Ich liebe Wühlstapel!

Ich kann einfach an keinem Bücher- oder CD-Sonderangebot vorbeigehen, ohne kurz mal reinzuschauen – und sei es beim Einkaufen bei Real. (Auf diese Weise habe ich mir als Jugendlicher und während meiner Studienzeit eine ausgezeichnete Plattensammlung der 6oer Psychedelic-Years zusammengetragen – für keines meiner Sammlerstücke habe je ich mehr als 5-9 DM bezahlt. Leider musste ich sie aus Platzmangel Mitte der 90er Jahre an einen Sammler verkaufen. Aber inzwischen habe ich eh das meiste wieder auf CD.) Bei Real habe ich auch kürzlich eine amerikanische Krimiautorin entdeckt, die mir völlig entgangen war: Linda Barnes. Mit einer sympathisch-chaotischen weiblichen Detektivin, die in ihrer Freizeit gern zur Blues-Gitarre greift, realistischen Plots – und das Ganze amüsant und kurzweilig geschrieben.

Im selben Wühlstapel fand ich auch noch einen Band mit amerikanischen Erzählungen, der vor 2 Jahren bei Rowohlt rauskam. Jetzt habe ich u.a. endlich auch mal Hemingways ‚Schnee am Kilimandscharo‘ gelesen. Hat mir sehr gut gefallen. Ach ja, und dann auch noch ein Buch von Margarete Buber-Neumann – von der ich bisher nur ihre beiden autobiographischen Bücher gelesen hatte – über Milena Jesenská, die Sie im KZ Ravensbrück, wo sie auch starb, kennengelernt hat. Dieselbe Milena, die Franz Kafka verzauberte („Briefe an Milena“): „Sie ist ein lebendiges Feuer, wie ich es noch nie gesehen habe„. Was für eine Frau, die im privaten Leben einen schwierigen Menschen wie Kafka wie kaum jemand liebevoll und feinfühlig zu verstehen wusste, und andererseits im öffentlichen Leben als unerschrockene politische Kämpferin und eine damals bedeutendsten Journalistin ihren Part in der Geschichte übernahm.

Lektüre für lange Abende und kurze Nächte.

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