• Diskussion

    Was man von Monty Python über Gaza lernen kann

    Die Welt 4.August 2014 Nahost-Konflikt Von Henryk M. Broder und Norbert Jessen Wenn man verstehen will, was derzeit in Gaza passiert, muss man zwei Filme gesehen haben: „Die Ritter der Kokosnuss“ von Monty Python und „Der Untergang“ von Oliver Hirschbiegel und Bernd Eichinger. Weiterlesen…

  • Diskussion,  Schule

    Beyde Sprachen

    „Eine geradezu unglaubliche Katastrophe“ Ist die Reform der gymnasialen Oberstufe fehlgeschlagen? Kritiker beklagen eine verminderte Studierfähigkeit der Abiturienten. Die Vorlesung „Einführung in die Physik I mit Experimenten für Chemiker, Geographen und Biologen“ an der Universität zu Freiburg war erst zwei Tage alt, als Professor Helmut Spehl „eine geradezu unglaubliche Katastrophe“ erlebte. Ein anonymer Test, der Aufschluß über die physikalischen Vorkenntnisse seiner Hörer geben sollte, machte dem Dozenten überdeutlich klar, daß er eine „Mehrheit von physikalisch-mathematischen Analphabeten“ vor sich hatte — durchweg Studenten der Naturwissenschaften. … Klingt doch aktuell, nicht wahr? Aber dieser Beitrag des SPIEGEL ist sage und schreibe 34 Jahre alt! Hier der vollständige Artikel zum Weiterlesen… Und was…

  • Diskussion

    „An allem ist der Mossad schuld“

    Die Welt 12.August 2014 Weiterlesen…Christliche Araber in der Westbank Von Henryk M. Broder und Norbert Jessen Anders als in Gaza geht das Leben in Bethlehem seinen gewohnten Gang. Bethlehem ist nicht Gaza. Hier schlagen keine Bomben ein, von hier werden keine Raketen abgefeuert. Die Glocken der Geburtskirche läuten, vom Minarett ruft der Muezzin. Und der Glaube versetzt die Wirklichkeit. Weiterlesen…

  • Diskussion,  Politik

    Nahost live

    sueddeutsche.de Tagebuch aus Israel Von Sarah Stricker 19. Juli 2014 Alltag im Krieg: Während der Fußball-Weltmeisterschaft sitzt die Schriftstellerin Sarah Stricker in Tel Aviv im Bunker. Trotz der Bombenangriffe geht das normale Leben weiter – mit Public Viewing und Dachpartys. Weiterlesen…  26. Juli 2014 ‚Na, mein Kleiner, sind wir heute wieder im Bunker?‘ Das Baby gluckst vor Freude. Ich tunke gerade den großen Zeh ins Wasser, da heult die Sirene los. Hinter mir schreit eine Mutter nach ihrem Kind. Ich renne los, durch den Sand, über zurückgelassene Handtücher hinweg. E. schreibt auf Whats-App: „Durchzählen. Wer tot ist, schicke eine SMS!“ Zwei Minuten später sind alle Handtücher wieder belegt. Weiterlesen… 9. August 2014 „Friede?…

  • Bücher,  Diskussion,  Geschichte

    Girl in a Green Gown: Geschichte und Geheimnis des Arnolfini Portraits

    Es gibt Gemälde, die weigern sich einfach, ruhig an der Wand zu bleiben. Die Figuren auf ihnen schlüpfen aus dem Rahmen, lösen sich aus dem stillen, starren Moment des Bildes und verleiten uns dazu, uns die Geschichte ihres Lebens vorzustellen. In Tracy Chevaliers Das Mädchen mit dem Perlenohrring entkommt eines von Vermeers Modellen aus ihrer Gefangenschaft im Gemälde und beginnt – im Film unwiderstehlich verkörpert von Scarlett Johansson – den schüchternen Maler zu necken und mit einer den Betrachter geradezu ansteckenden Sinnlichkeit völlig aus der Fassung zu bringen. Nach dem Mädchen mit der hängenden Träne aus flüssigem Licht, die an ihrem Ohrläppchen baumelt, ist nun eine junge Frau in einem…

  • Diskussion,  Schule

    Rechtschreiblernen nach der Methode ‚Sommer-Stumpenhorst‘

    „Der Teufel ist böse.“ Rechtschreiblernen nach der Methode ‚Sommer-Stumpenhorst‘ Während noch in den 70er Jahren die Richtlinien und Lehrpläne für Schulen von den Schulministerien in Zusammenarbeit mit ernst zu nehmenden Fachwissenschaftlern entwickelt wurden, beobachten wir heute eine Entwicklung, die weitgehend von privaten und wirtschaftlichen Interessen bestimmt wird: Nicht sachkundige Schulpolitik bestimmt, was und wie in den Schulen gelehrt wird, heute sind es die privatwirtschaftlichen Interessen von Lernmittelentwicklern und die boomende Lernmittelindustrie, die vorgeben, was in den Richtlinien und Lehrplänen zu stehen hat. Nur wenige Eltern wissen heute noch, mit welchen Materialien Kinder in der Schule lernen – oder lernen sollen. In Zeiten selbstgesteuerten und des so bezeichneten individuellen Lernens passiert…

  • Diskussion

    Plädoyer einer Schreiblehrerin

    Die Handschrift ist unersetzbar von Ute Andresen Der Grundschulverband propagiert eine neue Anfangsschrift für die Schulen. Ute Andresen, die frühere Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Lesen und Schreiben, wird auch mit der neuen „Grundschrift“ nicht glücklich. Sie hält die Einführung der neuen Schrift für verantwortungslos. „Wir können es doch nicht den Kindern überlassen, sich die Handschrift selbst beizubringen“, meint sie. Die engagierte Lehrerin, bekannt durch ihre Rundfunkbeiträge, Veröffentlichungen und zahllosen Fortbildungen, weiß, wovon sie spricht. Denn sie hat selbst eine plausible Druckschrift entwickelt, die einen bruchlosen Übergang zur Schreibschrift erlaubt. Und wie es scheint, hat sie im Gegensatz zu manchem Verbandsfunktionär ihre Hausaufgaben gemacht. Am Ende der vierten Klasse sollen…

  • Diskussion,  Schule

    Schreiben wie gedruckt – die Grundschrift

    Ist das Ende der deutschen Schreibschrift gekommen? Kinder müssten sich heutzutage „viele der mühsam antrainierten Bewegungsabläufe bei der Weiterentwicklung zu einer flüssig zu schreibenden persönlichen Handschrift wieder abgewöhnen“, bemängelt Erika Brinkmann. Sie ist Professorin für Deutschdidaktik und Landesvorsitzende des Grund-schulverbandes, der nun die Revolution beginnen will. Aus der seinerzeit überhasteten Einführung der Vereinfachten Ausgangsschrift zieht man den Schluss: Es muss mal wieder eine neue Schrift her – die „Grundschrift“. Diese Art Druckschrift sei eine „Entlastung“ für Schüler. Skeptiker fürchten jedoch die „kulturelle Verarmung“.   Schreibschrift, nein danke! Was Millionen von Schülern vor ihnen geschafft haben, ist offenbar heutigen Kindern nicht mehr zuzumuten. Zwei Schriften – das bringen sie intellektuell nicht…

  • Problemlöser zum Schlucken
    Diskussion,  Psychologie,  Schule,  Wissenschaft

    Kinder-Koks? – Medikamentengabe bei ADHS

    „Wir sind das einzige Land der Welt, in dem Kinder eine solch riesige Menge von Stimulantien verschrieben bekommen, die praktisch die gleichen Eigenschaften haben wie Kokain“, meint Gene Haislip, Abteilungsleiter der amerikanischen Gesundheitsbehörde DEA. Längst ist aber auch in Deutschland ADHS eine Wachstumsbranche für die Pharmaindustrie. ADHS wurde in den USA 1991 als Behinderung anerkannt. Seitdem stiegen Aufmerksamkeitsdefizit- bzw. Hyperaktivitäts- diagnosen epidemieartig an. Allein in den USA wuchs die Zahl der behandelten Fälle von 150.000 im Jahre 1970 auf über 10 Millionen im Jahre 2000. In einigen US-Bundesstaaten erhielten Eltern einen monatlichen Zuschuss von 450 $ für jedes durch ADS „behinderte“ Kind. Die Zahl der Kinder mit dieser „Behinderung“ erhöhte…